Dr. Claudia Laschan

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08.07.2026

Im heurigen Sommer hatten wir schon im Juni Rekordtemperaturen. Viele Hitzetage ohne Regen und Abkühlung. In der Stadt ist es noch viel schlimmer als auf dem Land. Die Häuser, der Asphalt, die Gehsteige strahlen Hitze ab und die Temperatur steigt weiter. Für alte und kranke Menschen kann das zur Gefahr werden. Daher werden viele Maßnahmen gesetzt, die etwas Erleichterung bringen. Die Fenster sollten wir nur in der Nacht oder in den kühleren Morgenstunden öffnen. Untertags am besten die Fenster verdunkeln und erst wieder in den späten Abendstunden öffnen. Bezüglich der Kleidung sind helle Farben besser als dunkle. Die Kleider sollten weit geschnitten sein und aus Leinen oder sonstigen Naturfasern. Man könnte auch den Flaschentrick ausprobieren: eine große PET-Flasche zu zwei Drittel mit Wasser füllen und über Nacht in den Gefrierschrank geben. Am nächsten Tag die gefrorene Flasche auf einen erhöhten Platz stellen. Wenn das Eis schmilzt, entzieht es der Umgebungsluft Wärme.

Sommerliche Temperaturen erfordern eine angepasste Ernährung. An Hitzetagen sollte man ausreichend Flüssigkeit zuführen und leicht essen. Obwohl die Hitze den Appetit vermindert, sollte auf ausreichende Ernährung geachtet werden. Suppen, wasserreiches Obst und Gemüse helfen, genügen Flüssigkeit zu bekommen und den Elektrolytbedarf zu decken. Elektrolyte sind lebensnotwendige Mineralstoffe und Spurenelemente (Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium), die der Körper braucht. Sie steuern den Flüssigkeitshaushalt, den Säure-Basen-Status und leiten elektrische Impulse in Nerven und Muskeln weiter. Ein Elektrolytmangel entsteht z.B. durch starkes Schwitzen, Sport, Durchfall oder übermäßigen Alkoholkonsum. Er äußert sich in Form von Muskelkrämpfen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Herzrhythmusstörungen. Ausreichend Flüssigkeit heißt für die meisten Menschen 1,5 bis 2 Liter pro Tag, am besten Mineralwasser, ungesüßte Tees, Leitungswasser oder stark verdünnte Säfte. Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenprobleme hat, sollte bei starker Hitze die Trinkmenge mit dem Arzt besprechen. Getränke mit Alkohol oder viel Zucker sollten wir meiden, da sie entwässernd wirken können. Pro Kilogramm Körpergewicht brauchen wir mindestens ein Gramm Protein (Eiweiß) pro Tag, damit unsere Muskeln und Knochen versorgt werden. Eiweiß hält uns länger satt als z.B. Kohlenhydrate. Im Sommer brauchen wir etwas mehr Salz, damit unsere Zellen Flüssigkeit speichern können. Durch starkes Schwitzen verliert man nämlich Salz. Auf schwere und fette Speisen sollten wir verzichten. Je schwerer eine Speise verdaut werden kann, desto mehr Energie müssen Magen und Darm aufwenden. Dadurch entsteht mehr Hitze. Am besten setzen wir auf lauwarme Speisen und kleinere häufigere Mahlzeiten.

Klimaanlagen sind nachweislich nicht zu vertreten, da durch die Kühlung heiße Abluft entsteht. Die muss dann auch irgendwo hin, zum Beispiel beim Fenster hinaus und das macht es draußen noch heißer.

Der Vorschlag, dass die Sommerferien schon Mitte Juni beginnen sollen, halte ich für unnötig, da wir wissen, dass das Wetter unberechenbar ist. Im nächsten Jahr kann vielleicht Ende August noch eine Hitzewelle kommen. Jedenfalls wünsche ich allen einen angenehmen Sommer und den Kindern viel Freude in den Ferien!

 

Ausgabe: 297 / 08.07.2026
Köşe Yazarları | Autoren
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