11.09.2026

Es beginnt wieder der Schulalltag. Die kleinen Kinder freuen sich schon auf die Schule. Leider wird mit der Zeit die Freude immer weniger. Spätestens nach 4 Jahren Volksschule haben viele keine Lust mehr auf Lernen. Woran liegt das?

Die Schule muss sich verändern, die künstliche Intelligenz kann fast jede Frage beantworten, auf dem Handy kann alles gegoogelt werden. Wozu also noch Unterricht, könnte man fragen. Aber Schule ist mehr als auswendig lernen oder rechnen. Ich kann mich gut erinnern, wie ich mich in der Schule gefühlt habe. Meistens habe ich mich mit meinen Freundinnen unterhalten. Es hängt sehr davon ab, welche Lehrer und Lehrerinnen unterrichten. Manche sind sehr engagiert, andere haben schon genug vom Unterrichten und freuen sich nur mehr auf die Pension. Das ist auch verständlich, weil die Lehrer sehr viele Aufgaben haben und oft auch viele Streitereien und Gewaltausbrüche schlichten müssen. Es hat oft den Anschein, dass manche Eltern die Kinder einfach abgeben und keine Unterstützung leisten oder leisten können. In Österreich ist laut Meinungsumfragen das Thema Bildung nicht ganz vorne. Dabei wäre Bildung und Ausbildung ein wichtiges Zukunftsthema. Denn die heutigen Kinder werden vor großen Herausforderungen stehen, da die Welt immer komplizierter wird. Immer mehr Kriege, Armut, Klimawandel und ein Fortschreiten der künstlichen Intelligenz machen vielen Menschen große Sorgen. Manch junge Leute wollen keine Kinder bekommen, weil sie Angst haben vor den im Moment nicht so guten Zukunftsaussichten. Schon 1962 gab es Diskussionen über Ganztagsschulen und die Gesamtschule. Großteils wurden diese Schulformen in Europa umgesetzt, nur in Deutschland und Österreich sind wir hintennach. Bei uns bleibt alles seit Jahrzehnten gleich. Dabei ist die Ganztagsschule für Kinder, die zu Hause nicht intensiv unterstützt werden können ein Vorteil. Die Kinder erhalten in der Schule die nötige Hilfe und gleiche Startbedingungen. Der Unterricht ist von 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr, unterbrochen von Freizeiteinheiten mit Sport und Spiel. Das gemeinsame Mittagessen bietet auch die Möglichkeit, zu plaudern und FreundInnen zu finden. Die Gesamtschule ist ein gutes Beispiel für Chancengleichheit. Die Kinder lernen nach der Volksschule länger gemeinsam, ohne zu früh auf verschiedene Schulformen aufgeteilt zu werden. Sie haben mehr Zeit, sich zu entwickeln und ihr Leistungspotential zu zeigen. Durch gute Lehrkonzepte und unterschiedliche Angebote können Kinder in ihrem eigenen Tempo lernen und voneinander profitieren. 

Leider ist es nicht möglich, gute Konzepte in Österreich umzusetzen. Es reden viel zu viele Institutionen mit, zum Beispiel die Lehrergewerkschaft, die von der ÖVP dominiert ist. Manchmal frage ich mich, ob es gewollt ist, dass viele Kinder keine gute Bildung haben.

Die Institution Schule wird sich drastisch verändern. Hausübungen sind sinnlos, da die KI alles beantworten und auch schwierige Texte und Aufgaben abliefern kann. Wichtig für die Zukunft sind Kommunikation, Kooperation, Kreativität und kritisches Denken. Das lernt man im Austausch mit Menschen. 

Ausgabe: 299 / 11.09.2026
Köşe Yazarları | Autoren
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