--RENATE ANDERL

RENATE ANDERLn

10.12.2025

Jungen Menschen auf dem Start in ein eigenständiges Leben sollte die Welt offenstehen. Sie sollten sich alle Träume erfüllen können – und das müssen ja keine großen Träume sein: eine leistbare Wohnung, ein guter Job, genug Zeit und auch Geld für eine gute Freizeit und einen schönen Urlaub ab und zu. Jungen Menschen auf dem Start in ein eigenständiges Leben sollte die Welt offenstehen. Sie sollten sich alle Träume erfüllen können – und das müssen ja keine großen Träume sein: eine leistbare Wohnung, ein guter Job, genug Zeit und auch Geld für eine gute Freizeit und einen schönen Urlaub ab und zu. 
Leider zerplatzen schöne Träume bei immer mehr jungen Menschen – aus vielen Gründen: Die junge Generation ist in einer Zeit vieler Krisen groß geworden: Corona, Klimakrise, Kriege. Die seit Jahren anhaltende Teuerung, der Mangel an leistbaren Wohnungen und steigende Strom- und Heizkosten treffen ganz besonders junge Menschen. Auch fehlende Mitbestimmungsmöglichkeiten schlagen sich negativ nieder: Viele junge Wienerinnen und Wiener – selbst jene, die hier geboren sind – werden von demokratischen Wahlen ausgeschlossen, weil sie keinen österreichischen Pass haben.
In Sonntagsreden wird gerne gesagt, dass die Jugend unsere Zukunft ist. Diese Reden müssen auch am Montag drauf noch etwas wert sein. Daher darf gerade bei jungen Menschen nicht an jeder Ecke gespart werden. Sie brauchen rasch machbare Lösungen, damit sich für diese Generation endlich etwas bewegt. 
Deshalb schlagen wir als AK Wien ein Paket für die jungen Wienerinnen und Wiener vor: Wohnen muss günstiger und stabiler werden, befristete Mietverträge müssen die Ausnahme sein. Auch der Zugang zu gefördertem Wohnbau muss einfacher werden. Oft wird von Politikverdrossenheit bei jungen Menschen geredet – das ist auch kein Wunder, wenn man viele von ihnen nicht mitreden, nicht mitbestimmen lässt. Wer Österreicherin oder Österreicher werden will, muss sich auf ein kompliziertes und jahrelanges Verfahren einstellen. Das kostet mehrere tausend Euro pro Person und sieht auch Einkommenshürden vor, die auch viele österreichische Beschäftigte niemals schaffen würden. Der Zugang zur Staatsbürgerschaft ist ein demokratiepolitisch wichtiges Thema, das darf keine Frage des Geldbeutels sein.
Die Jugend ist die Zukunft – ja! Die Politik hat die Pflicht, allen jungen Menschen, die in unserem Land leben, eine gute, sichere Zukunft zu ermöglichen.

Ausgabe: 290 / 10.12.2025
Köşe Yazarları | Autoren
Köşe Yazarları | Autoren