Sayı | Ausgabe: 240 (13.10.2021)
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15.12.2020

Allen geht es auf die Nerven: Wegen Corona müssen wir die meiste Zeit einfach daheimsitzen. Aber das ist noch zu verstehen. Je mehr wir uns an die Regeln halten, desto eher können wir wieder normal leben. Nicht egal ist freilich, was die Lockdowns mit unserer Zukunft machen.Allen geht es auf die Nerven: Wegen Corona müssen wir die meiste Zeit einfach daheimsitzen. Aber das ist noch zu verstehen. Je mehr wir uns an die Regeln halten, desto eher können wir wieder normal leben. Nicht egal ist freilich, was die Lockdowns mit unserer Zukunft machen.
Die Arbeitslosigkeit ist dramatisch hoch, weil nicht alle Firmen die Kurzarbeit nutzen. Viele müssen daheim arbeiten – und weil nur wenige Firmen ihren Beschäftigten eine gute Büroeinrichtung zur Verfügung stellen, sind gesundheitliche Schäden vorprogrammiert. Und die Lockdowns schaden den Kindern. Statt in der Schule mussten sie zu Hause lernen. Viele kamen nicht mit beim Lernen, weil sie gar nicht die technischen Geräte haben, um beim Fern-Unterricht mitzumachen.
Die Bundesregierung muss mehr tun, um den Lockdown-Schaden zu reparieren.
Unternehmen bekommen während der Corona-Krise großzügige Hilfen. Während des Lockdown 2 im November erhielten die Gastronomiebetriebe 80 Prozent vom Umsatz. Mehr-Einnahmen, die durch Essenslieferungen erzielt wurden, werden nicht abgezogen. Zusätzlich können die Betriebe auch Kurzarbeit in Anspruch nehmen, sodass die Personalkosten gering ausfallen. Auch die Handelsbetriebe erhielten Unterstützung.
Während es viel Fördergeld für die Unternehmen gibt, sind die Hilfen für die, die wegen der Corona-Krise ihre Stellen verlieren, nur dürftig: Arbeitslose bekommen in Österreich im internationalen Vergleich sehr wenig Geld, nur 55 Prozent vom Nettoverdienst. Wenn man von einem Tag auf den anderen mit nur wenig mehr als der Hälfte des Nettoverdienstes auskommen muss, tut das sehr weh. Damit Arbeitslosigkeit nicht zur Armut führt, fordert die AK eine nachhaltige Absicherung für Menschen, die ihre Arbeit verlieren.  Wir wollen dauerhaft 70 Prozent vom Nettoverdienst.
Die Schulen brauchen umso mehr Geld zur Förderung, je mehr Kinder sie unterrichten, denen die Eltern nicht beim Lernen helfen können. Wir nennen das Schulfinanzierung nach Chancenindex. Und vor allem muss viel mehr in Beschäftigung und Wachstum investiert werden.
Die Klimakrise darf nicht vergessen werden: Die AK setzt sich für mehr Geld für den Klimaschutz ein, damit in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und in die Wärmedämmung investiert werden kann. 
Auch in den Ausbau der Pflege muss investiert werden. Das Geld dafür soll aus einer befristeten Millionärsabgabe kommen. Nicht zuletzt ist die Förderung mancher Unternehmer in der Corona-Krise jetzt schon viel höher als für ArbeitnehmerInnen.

Köşe Yazarları | Autoren
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