Sayı | Ausgabe: 224 (16.06.2020)
Gelecek sayı | Nächste Ausgabe: 15.7.2020

12.12.2019

Wir leben in einem reichen Land und eigentlich sollte eine geheizte Wohnung für alle selbstverständlich sein. Aber 140.000 Menschen in Österreich können es sich nicht leisten, ihre Wohnung angemessen warm zu halten. Es ist empörend und bedrückend zu gleich, dass so viele Menschen, darunter auch viele Kinder, in gar nicht oder schlecht geheizten Wohnungen den Winter verbringen müssen. Und ich will mich damit nicht abfinden. Die Arbeiterkammer macht immer wieder auf die sogenannte „Energiearmut“ aufmerksam: Darauf, dass Menschen, oft auch Familien mit Kindern, ihre Wohnungen nicht angemessen heizen können. Denn wer nicht viel Geld für die Miete ausgeben kann, muss oft eine Wohnung nehmen, die schwer zu heizen ist und bei der es durchs Fenster zieht. Jede und jeder freut sich über Kerzenlicht. Aber wenn die Kerze angezündet werden muss, weil eine Familie kein Geld für die Stromrechnung hat, ist das nicht lustig. Wir leben in einem reichen Land und eigentlich sollte eine geheizte Wohnung für alle selbstverständlich sein. Aber 140.000 Menschen in Österreich können es sich nicht leisten, ihre Wohnung angemessen warm zu halten. Es ist empörend und bedrückend zu gleich, dass so viele Menschen, darunter auch viele Kinder, in gar nicht oder schlecht geheizten Wohnungen den Winter verbringen müssen. Und ich will mich damit nicht abfinden. Die Arbeiterkammer macht immer wieder auf die sogenannte „Energiearmut“ aufmerksam: Darauf, dass Menschen, oft auch Familien mit Kindern, ihre Wohnungen nicht angemessen heizen können. Denn wer nicht viel Geld für die Miete ausgeben kann, muss oft eine Wohnung nehmen, die schwer zu heizen ist und bei der es durchs Fenster zieht. Jede und jeder freut sich über Kerzenlicht. Aber wenn die Kerze angezündet werden muss, weil eine Familie kein Geld für die Stromrechnung hat, ist das nicht lustig. 
Man kann das ändern: Gegen Energiearmut helfen nicht Kerzen, sondern Strom- und Heiztarife, die für Menschen mit besonders kleinem Einkommen auch entsprechend niedrig sind. Damit sich wirklich jede und jeder eine warme und helle Wohnung leisten kann. 
Energiearmut ist wie ein Teufelskreis: Wer ein geringes Einkommen hat, lebt oft in schlecht isolierten Wohnungen und verbraucht deshalb mehr Energie. Wenn dann noch die Strom-, Gas- oder Fernwärme-Preise steigen, sind ausgerechnet die besonders betroffen, die am wenigsten haben.  
Deshalb müssen wir das Übel an der Wurzel packen und gerade die Wohnungen sanieren, die schlecht isoliert sind. Damit helfen wir den Menschen, die Jahr für Jahr zittern, ob sie ihre Heizungsrechnung zahlen können oder sogar frieren, weil sie gar nicht heizen. Und wir tun etwas für das Klima. Denn in gut isolierten Wohnungen muss deutlich weniger Energie für das Heizen verwendet werden. 
Österreich hat einen nationalen Energie- und Klimaplan. Der schreibt vor, dass jedes Jahr Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt werden müssen, wie etwa der Einbau einer besseren Isolierung der Außenfassade oder bessere Fenster und Türen. Doch davon kommt nicht einmal ein Prozent bei denen an, die am wenigsten verdienen. Das ist ungerecht, gerade die, die am wenigsten haben, würden von einer Entlastung bei den Heizkosten am meisten profitieren. Und das ist auch für den Schutz des Klimas falsch: Gerade in den am schlechtesten ausgestatteten Wohnungen muss am meisten Energie fürs Heizen verwendet werden. Wenn wir hier ansetzen, erzielen wir einen deutlichen Spar-Effekt bei den klimaschädlichen Treibhausgasen. 
Also fordert die AK: Der Klima- und Energieplan muss eine schnelle Lösung für die 140.000 von Energiearmut betroffenen Menschen bieten. Die AK fordert zur Bewältigung der Klimakrise 10 Milliarden mehr von der Politik für den Klimaschutz in den nächsten zehn Jahren. Davon müssen mindestens drei Milliarden Euro in die Thermische Sanierung und in die Umstellung auf klimafreundliche Heiz- und Kühlsysteme fließen. 
Immerhin: Bei Strom und Gas sind Menschen mit kleinen Einkommen besser geschützt. Da gibt es etwa ein Verbot, den Strom oder das Gas vor Wochenenden oder Feiertagen abzuschalten. Bei der Wärmeversorgung ist das nicht der Fall. Hier muss dringend etwas getan werden.

Köşe Yazarları | Autoren
Köşe Yazarları | Autoren