Sayı | Ausgabe: 224 (16.06.2020)
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17.09.2019

Wir stehen kurz vor einer Nationalratswahl, die die Weichen für die Zukunft des Landes stellen wird. Noch ist offen, wie es nach der Wahl in Österreich weitergeht. Eines lässt sich aber schon jetzt sagen: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen eine Regierung, die ihren Anliegen wieder Gehör schenkt. Das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall, und das hat spürbare Folgen. Wir stehen kurz vor einer Nationalratswahl, die die Weichen für die Zukunft des Landes stellen wird. Noch ist offen, wie es nach der Wahl in Österreich weitergeht. Eines lässt sich aber schon jetzt sagen: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen eine Regierung, die ihren Anliegen wieder Gehör schenkt. Das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall, und das hat spürbare Folgen. 
Ich bin viel in Wiener Betrieben unterwegs, und ich höre dort am häufigsten, dass der Druck auf die Beschäftigten ständig wächst. Das Arbeitstempo steigt, immer weniger müssen immer mehr leisten. Viele sind bereits vom Zwölf-Stunden-Tag betroffen, andere befürchten, dass er ihnen auch bald blüht. Außerdem wächst die Sorge um den Arbeitsplatz, weil die Wirtschaftsentwicklung nachlassen wird.
Dabei steht Österreich in der Welt gut da, und Wien ist wieder lebenswerteste Stadt der Welt. Daran haben die Beschäftigten großen Anteil, ohne sie läuft in unserem Land nichts. Deshalb haben sie mehr Respekt verdient. Eine neue Regierung muss also vorrangig für mehr Arbeitsplätze sorgen. 
Das geht zum Beispiel mit massiven Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, das hilft nämlich auch dem Klima. Neben neuer Arbeit brauchen wir außerdem Entlastungen für die Beschäftigten – unter anderem mit dem Recht auf die Vier-Tage-Woche und sechs Wochen Urlaub für alle nach 25 Arbeitsjahren.
Auch außerhalb des Arbeitslebens brauchen ArbeitnehmerInnen Entlastungen. Wohnen wird immer teurer, daher ist eine Obergrenze für Mieten im privaten Sektor dringend notwendig. Auch der rasche Ausbau der Kinderbetreuung trägt dazu bei, dass Beruf und Familie kein Widerspruch sind. 
Von einer neuen Regierung erwarte ich mir, dass sie wieder den Dialog mit Arbeiterkammer und Gewerkschaften führt – und nicht mit Schwächung der AK droht. Dialog und Sozialpartnerschaft haben Österreich vorangebracht, zum Vorteil aller. Auf diesen Weg müssen wir wieder zurück. 
Denn nur mit gegenseitigem Respekt kann ein gutes Miteinander zum Wohl des Landes gelingen. Ohne die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sie läuft in unserem Land nichts. Deshalb haben sie mehr Respekt verdient.

Köşe Yazarları | Autoren
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