Sayı | Ausgabe: 211 (21.05.2019)
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28.01.2019

 

Jede und jeder braucht eine Wohnung. Aber die Mieten etwa für private Neubauwohnungen sind in den vergangenen neun Jahren um 40 Prozent gestiegen. Die Löhne und Gehälter dagegen nur um rund 19 Prozent. Wenn das so weitergeht können sich Familien mit einem normalen Einkommen in Großstädten wie Wien oder Salzburg das Wohnen bald nicht mehr leisten. Die Arbeiterkammer fordert deshalb schon seit Jahren, dass die Regierung endlich das Mietrecht verbessert und mehr Wohnungsneubau ermöglicht. Da werde ich auch nicht lockerlassen.  Jede und jeder braucht eine Wohnung. Aber die Mieten etwa für private Neubauwohnungen sind in den vergangenen neun Jahren um 40 Prozent gestiegen. Die Löhne und Gehälter dagegen nur um rund 19 Prozent. Wenn das so weitergeht können sich Familien mit einem normalen Einkommen in Großstädten wie Wien oder Salzburg das Wohnen bald nicht mehr leisten. Die Arbeiterkammer fordert deshalb schon seit Jahren, dass die Regierung endlich das Mietrecht verbessert und mehr Wohnungsneubau ermöglicht. Da werde ich auch nicht lockerlassen.  Die AK hat daher ein Fünf-Punkte-Programm für leistbares Wohnen ausgearbeitet. 
AK will Wohnbonus bei SteuernDie Regierung plant eine Steuerreform. Dabei muss sie auch an die denken, die immer mehr fürs Wohnen zahlen müssen. Deshalb fordere ich einen „Wohnbonus“: Eine Steuerentlastung, die Mieterinnen und Mietern hilft, aber auch denjenigen, die sich ein kleines Haus oder eine Wohnung angeschafft haben. Die AK schlägt vor: Zehn Prozent der Wohnkosten, maximal 500 Euro, sollen künftig von der Lohn- oder Einkommenssteuer abgesetzt werden können. Wer so wenig verdient, dass er oder sie keine Lohnsteuern bezahlt, soll eine Steuergutschrift bekommen. Bis zu einem Jahre-Einkommen von 90.000 Euro brutto soll es diesen Wohnbonus geben. 
Das würde gerade Familien helfen. Ein Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern mietet eine 80 Quadratmeter Mietwohnung um 700 Euro pro Monat (inklusive Umsatzsteuer, ohne Betriebskosten). Die Frau arbeitet Teilzeit und verdient rund 800 Euro im Monat. Der Mann hat ein steuerpflichtiges Jahreseinkommen von 35.000 Euro. Von den knapp 9.000 Euro Lohnsteuer bekommt er jährlich 500 Euro rückerstattet. Selbstverständlich wäre es auch möglich, dass die teilzeitbeschäftigte Frau den Wohnbonus als Steuergutschrift beantragt oder dass 50:50 aufgeteilt wird.
Mietobergrenzen müssen herAber das allein wird nicht helfen: Die AK fordert weiterhin ein neues Mietrecht für private Wohnungen mit wirksamen Mietzinsobergrenzen. Für die Mieterinnen und Mieter sind befristete Mietverträge mit hohen Kosten und viel Unsicherheit verbunden. Deshalb fordert die AK: Befristete Mietverträge darf es nur geben, wenn die VermieterInnen die Wohnung für ihre nahen Familienangehörigen brauchen. 
Weiters setze ich mich dafür ein, dass die Maklerprovision künftig nur noch von den AuftraggeberInnen, also meist von den VermieterInnen gezahlt wird. 
Ganz wichtig, damit Wohnen in den Städten leistbar bleibt, ist mehr geförderter Wohnbau: Bis zu 9.000 geförderte Wohnungen müssen gebaut werden, damit es auch im wachsenden Wien genug Wohnungen gibt. Doch der Baugrund ist so teuer, dass geförderter Wohnbau oft nicht mehr möglich ist. Die Stadt Wien hat mit der neuen Bauordnung viel dafür getan, um bezahlbare Grundstücke für den geförderten Wohnbau zu sichern. Zusätzlich müssen Grundstücksreserven, die Bund und Länder besitzen, vorrangig für den geförderten Wohnbau gesichert und verwendet werden.

Köşe Yazarları | Autoren
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