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29.10.2018

 

Die Regierung will jetzt eine Zwangsfusion der Krankenkassen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist der falsche Weg: Wer sich bei den Krankenkassen auskennt weiß- eine solche Zusammenlegung von 9 großen Gebietskrankenkassen zu einer wird erst einmal viel Geld kosten. Die Reform könnte sogar zum Milliardengrab werden. ExpertInnen rechnen mit über 2,1 Milliarden Euro an Kosten für die Umstellung. Geld, das dann für die Patientinnen und Patienten fehlen wird. Viel wichtiger wären aber konkrete Verbesserungen für die Versicherten! Die Regierung will jetzt eine Zwangsfusion der Krankenkassen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist der falsche Weg: Wer sich bei den Krankenkassen auskennt weiß- eine solche Zusammenlegung von 9 großen Gebietskrankenkassen zu einer wird erst einmal viel Geld kosten. Die Reform könnte sogar zum Milliardengrab werden. ExpertInnen rechnen mit über 2,1 Milliarden Euro an Kosten für die Umstellung. Geld, das dann für die Patientinnen und Patienten fehlen wird. Viel wichtiger wären aber konkrete Verbesserungen für die Versicherten! 
Außerdem: Mit ihren Beiträgen und Selbstbehalten zahlen die Beschäftigten 70 Prozent des Gesamtvolumens der Krankenkassen ein. Doch nach den Plänen der Regierung sollen künftig die VertreterInnen der Wirtschaft viel mehr Mitspracherecht über die Verwendung der Gelder bekommen. Ich finde: Wer zahlt schafft an. Und das sind bei den Krankenkassen vor allem die ArbeitnehmerInnen und ihre InteressenvertreterInnen.Viel wichtiger aber als eine Reform der Krankenkassenverwaltung wären bessere Leistungen für die Menschen im Gesundheitssystem.
Wir brauchen keine Zwei-Klassen-Medizin, sondern ein Gesundheitssystem, das nicht nach dem Einkommen unterscheidet: Gleiche Beiträge für gleiche Leistungen in allen Kassen, egal ob man Angestellte oder Angestellter, ArbeiterIn, BeamtIn oder selbständig ist. 
Versicherte der großen Kassen warten monatelang auf einen Facharzt-Termin, eine Hüft-Op oder eine Psychotherapie. Versicherte von „kleinen Kassen“ kommen früher dran. Das ist unfair. Es braucht ein Wartezeit-Management, das niemanden benachteiligt. 
Geld für die Vorbeugung von Krankheiten ist gut investiertes Geld: Mit derzeit gerade 19 Millionen Euro können die Krankenkassen jetzt noch Krankheitsvorsorge wie Nichtraucher-Programme, Bewegungskurse oder und Ernährungsberatung machen. Das ist viel zu wenig. 
Therapie statt Pillen: In Österreich werden rund 300 Millionen Euro für Psychopharmaka ausgegeben. Für die Psychotherapie, die an die Ursachen seelischer Erkrankungen herangeht, gibt es dagegen nur 55 Millionen Euro. Das muss sich ändern.
Wer älter wird, kann oft mit den immer härteren Anforderungen in der Arbeit oder einer jahrelangen körperlichen Überlastung nicht mehr mithalten. Die Antwort darauf müssen alternsgerechte Arbeitsplätze sein, nicht Dauerdruck und Altersarbeitslosigkeit.

Köşe Yazarları | Autoren
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