Sayı | Ausgabe: 211 (21.05.2019)
Gelecek sayı | Nächste Ausgabe: 18.06.2019

Wer Kinder hat, braucht auch Zeit für sie. Deshalb dürfen Mütter und Väter in Elternkarenz gehen, wenn die Kinder klein sind. In einigen Branchen werden diese Karenzzeiten bei der Lohneinstufung miteingerechnet. Dafür haben die Gewerkschaften jahrelang gekämpft. Aber es gibt noch immer zu viele Branchen, in denen das noch nicht der Fall ist, etwa für Verkäuferinnen und Verkäufer oder für Reinigungskräfte. Wer Kinder hat, braucht auch Zeit für sie. Deshalb dürfen Mütter und Väter in Elternkarenz gehen, wenn die Kinder klein sind. In einigen Branchen werden diese Karenzzeiten bei der Lohneinstufung miteingerechnet. Dafür haben die Gewerkschaften jahrelang gekämpft. Aber es gibt noch immer zu viele Branchen, in denen das noch nicht der Fall ist, etwa für Verkäuferinnen und Verkäufer oder für Reinigungskräfte. 
Die Arbeiterkammer fordert bereits seit langem, dass Karenzzeiten für alle Beschäftigten angerechnet werden sollen. Auch in der Regierung wurde das kurz andiskutiert. Ich werde jedenfalls weiter Druck machen, damit die Regierung diese wichtige Verbesserung für viele Mütter und Väter endlich umsetzt. Die Karenzzeiten müssen bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes angerechnet werten. Damit könnten wir auch einen Schritt weiter bei der Angleichung der Verdienste von Männern und Frauen kommen. Und gerade für Frauen zählt oft jeder Euro, da es noch immer zumeist die Mütter sind, die länger in Karenz gehen. Sie verlieren dadurch Geld, wesentliche Ansprüche und leider ist es noch immer so, dass Kinder und Karriere für Frauen zu oft ein Widerspruch bleiben. Eine konsequente Anrechnung von Karenzzeiten bei der Lohneinstufung hat Auswirkungen bis hin zur Pension. Auch für Männer, die in Karenz gehen, ist die Anrechnung wichtig: Sie macht die Karenz deutlich attraktiver.
Es braucht aber noch viele weitere Schritte, damit Frauen so viel verdienen wie Männer. So muss es natürlich gute Kinderbetreuungsangebote geben, die eine Berufstätigkeit beider Eltern erst ermöglichen. Noch immer gibt es deutliche Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, oft in ein und derselben Firma! Deshalb trete ich dafür ein, dass jeder wissen darf, was die Firma für welche Arbeit bezahlt. 
Faire Lohnpolitik ist familienfreundlich. Der jetzt eingeführte 12-Stunden-Tag ist das genaue Gegenteil- er bringt gerade Familien in große Schwierigkeiten. Die überlangen Arbeitstage, die nun möglich sind, erschweren es für alle Berufstätigen, Zeit mit Familien und Freunden zu verbringen.

Köşe Yazarları | Autoren
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