Sayı | Ausgabe: 211 (21.05.2019)
Gelecek sayı | Nächste Ausgabe: 18.06.2019

Die Arbeiterkammer ist der starke Schutzschirm der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und es erfüllt mich mit Stolz, dass ich seit kurzem als neue Präsidentin der Arbeiterkammer die Interessen von über 3,7 Millionen Beschäftigten in ganz Österreich vertreten darf.Die Arbeiterkammer ist der starke Schutzschirm der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und es erfüllt mich mit Stolz, dass ich seit kurzem als neue Präsidentin der Arbeiterkammer die Interessen von über 3,7 Millionen Beschäftigten in ganz Österreich vertreten darf.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Wertschätzung und den Respekt erhalten, die ihnen gebühren. Gemeinsam mit den Gewerkschaften tritt die Arbeiterkammer gegen einen generellen Zwölf-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche auf. Wir brauchen keinen generellen Zwölf-Stunden-Tag, keine 60-Stunden-Woche oder, wie nach EU-Recht möglich, eine Wochenarbeitszeit von bis zu 75 Stunden. Im Gegenteil. Wir wollen kürzere Arbeitszeiten, mehr Selbstbestimmung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch beim Urlaub brauchen wir kein Zurück zu vier Wochen, sondern die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche. Ich will, dass die Menschen arbeiten, aber es muss auch Zeit bleiben für die Familie, die Freunde, die Erholung.
Und wenn wir an unsere Kinder denken: Gleiche Bildungschancen müssen für alle Kinder gelten. Noch immer aber entscheidet oft die Herkunft der Eltern darüber, ob ein Kind aufs Gymnasium geht. Wenn die Eltern mehr verdienen, können sie sich teure Nachhilfe leisten. Kinder von weniger reichen Eltern haben damit weniger Chancen. Deshalb setze ich mich für eine gerechte Schulfinanzierung ein, die allen Kindern Chancen bietet. Und wir brauchen ein Qualifizierungsgeld für Erwachsene, die eine Ausbildung nachholen. Unser Sozialstaat ist stark und darf nicht kaputtgespart werden. Deshalb werde ich mich auch mit aller Kraft gegen eine Abschaffung der Notstandshilfe einsetzen.
Jeder Mensch muss irgendwo wohnen. Aber bezahlbare Wohnungen in den Städten gibt es viel zu wenig. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass es mehr leistbare Wohnungen in den Städten gibt. Angesichts des Wachstums der Bevölkerung brauchen wir in Wien pro Jahr mindestens 9.000 neue geförderte Wohnungen. Aber auch die Bundesregierung darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Wir brauchen ein Ende der unseligen Befristungen und eine klare Begrenzung der Mieten im privaten Bereich, damit es wieder mehr leistbare Wohnungen gibt.

Köşe Yazarları | Autoren
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